[Rezension] Robert Bryndza – Das Mädchen im Eis

Pinguin Verlag* | Broschiert | 432 Seiten | 10,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

INHALT:

Acht Monate sind vergangen seit Detective Erika Foster letztem Einsatz, der in einer Katastrophe endete und ihrem Mann das Leben kostete. Doch es ist an der Zeit, nach vorn zu blicken. Die Tochter einer der mächtigsten Familien Londons wurde ermordet, und Erika setzt alles daran, den Schuldigen zu finden. Während sie noch gegen die Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit kämpft, rückt sie ins Visier eines gnadenlosen Killers.

MEINUNG:

Das Cover des Buches ist sehr detailgetreu und passend gestaltet. Es ist in einem kühlen Eisblau gehalten. Einige Stellen des Covers sind “foliert”, so dass sie sich glatt anfühlen, etwas hervorheben und mehr glänzen als der Rest des Covers. Das vermittelt visuell den Zusammenhang zu gefrorenem Wasser. Der Ausschnitt eines Gesichts “blickt” einem hieraus förmlich entgegen. Das Cover stellt somit gut den Beginn des Buches dar: Eine Frauenleiche wird in einem tiefgefrorenen Gewässer gefunden.

Der Schreibstil lässt sich wirklich sehr gut und flüssig lesen, Umgebungen werden sehr detailgetreu vom Autor beschrieben.

Die erste Hälfte des Buches hat es nicht wirklich geschafft mich zu fesseln. Mehrere Male habe ich es aus der Hand gelegt, da es für mich einfach keinen Anreiz gegeben hat weiterzulesen. Am Anfang des Buches spielt sich auf einigen Seiten der Mord an Andrea, eine Tochter der mächtigsten Familien Londons, ab. Danach wird (fast die Hälfte des Buchs lang) seitenlang der Fund der Leiche und das Zusammentragen von Informationen aus dem Umfelds des Opfers beschrieben. Auch wenn alle Umgebungen sehr detailreich beschrieben sind, wird kaum etwas über die Protagonistin Erika Foster preisgegeben, außer dass ihr Mann bei einem Einsatz unter ihrer Leitung mit einigen anderen Kollegen ums Leben kam. Ich persönlich finde, dass sich der Handlungsstrang gerade bis ca. zur Mitte des Buches ziemlich zieht. Die Protagonistin Erika Foster ist mir am Anfang sehr unsympatisch erschienen, sie wirkt sehr barsch und unterkühlt. Zur Mitte des Buches hin erfährt man allerdings etwas mehr von ihrer Geschichte (Mann verstorben) und kann sich etwas mehr in sie hineinversetzen. Das lässt sie dann doch noch etwas menschlicher und sympatischer erscheinen.

Die zweite Hälfte des Buches hat mich wirklich verwundert. Hier musste ich mich durch keine einzige Seite mehr quälen. Im Gegenteil: Handlungen und neue Ereignisse passieren wirklich Schlag auf Schlag. Erstmals wird eine dunkel gekleidete Gestalt erwähnt, ein Mann, der Erika ins Visier nimmt. Nachdem man dann einige Kapitel meint zu wissen, wer dieser Mann ist, ergibt sich doch alles ganz anders. Die Seiten des Buches verfliegen förmlich, weil es in jedem folgenden Kapitel dermaßen spannend bleibt.

FAZIT:

Der Anfang des Buches ist mir sehr schwer gefallen und ich kam, wenn auch flüssig geschrieben, nur sehr quälend voran, da die Handlungen – für meinen Geschmack – einfach zu langsam abliefen, sich ziemlich zogen und sich hierdurch einfach keine richtige Spannung aufbauen ließ. Das senkte mein Interesse an dem Fortgang der Geschichte sehr ab und hat mir so ein bisschen den Spaß am Lesen dieses Buches genommen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich wirklich überrascht, denn für mich war sie genau das Gegenteil zur ersten Hälfte des Buches: Es war durchgehend super spannend, da sich die Ereignisse förmlich überschlugen.

Wie man merkt, stehe ich dem Buch “Das Mädchen im Eis” mit wirklich sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Bis ca. zur Mitte hätte ich es am liebsten aus der Hand gelegt und überhaupt nicht mehr weitergelesen, habe mich aber dann doch weitergequält und die letzte Hälfte hat mir dann doch recht gut gefallen.

Daher gibt es von mir:

3 von 5 Sternen

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Penguin Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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