[Rezension] Andrew Kaufmann – Geborene Freaks

btb Verlag * | Taschenbuch | 320 Seiten | 10,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

INHALT:

Die Freaks waren immer schon ein bisschen merkwürdig, aber niemand ahnt, dass sie von ihrer eigenen Großmutter verflucht wurden. Eigentlich hatte Oma nur vorgehabt, jedem ihrer Enkelkinder bei der Geburt eine spezielle Gabe mit auf den Weg zu geben. Diese »Geschenke« ihrer Großmutter stellen sich jedoch bald als Flüche heraus, die das Leben der jungen Freaks ruinieren. Als Großmutter im Sterben liegt, hat sie einen letzten Wunsch: Ihre Enkelin Angie soll ihr helfen, alle Geschwister in ihrem Krankenhauszimmer zu versammeln, um das Geheimnis um die gutgemeinten Flüche zu lüften ..

MEINUNG:

Durch den Fehler eines Einwanderungsbeamten, der den Buchstaben “n” in dem Nachnamen “Frenk” durch ein “a” änderte, entstanden die “Freaks”.

Die Großmutter der fünf Freak-Geschwister, liebevoll “der Hai” genannt, hat jedem von ihnen zu ihrer Geburt eine spezielle Fähigkeit gegeben. Diese Zusammensetzung aus Fluch und Segen wird von den Geschwistern als “Flegen” bezeichnet.

Angie verzeiht immer, was sich vor allen Dingen negativ auf ihr Liebesleben auswirkt. Schwester Lucy hat einen ausgezeichneten Orientierungssinn und Abba verliert nie die Hoffnung. Richard hat ein feines Gespür für jegliche Gefahr und Kent ist eine Kämpfernatur.

Die Fähigkeiten, die ihnen “der Hai” mitgegeben hat sollten sich eigentlich positiv auf ihr Leben auswirken und ihnen helfen, haben die Geschwister in ihrem Leben bislang aber nur stark beeinträchtigt und dieses negativ beeinflusst.

Also beschließt die Großmutter, die sagt, dass sie in zwei Wochen sterben würde, die übergebenen Fähigkeiten an ihrem Sterbebett rückgängig zu machen, wenn alle fünf Freak-Geschwister zu diesem Zeitpunkt zusammen bei ihr sind. Das stellt sich gar nicht mal als so einfach heraus …

Und so beginnt die liebenswürdig, absurde Reise in das Leben der Freaks.

Man erfährt in einigen Rückblenden etwas über die Kindheit und die Eltern der einzelnen fünf Geschwister und lernt einige von ihren Spleens kennen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn man konnte die Entwicklung jedes einzelnen vom Anfang seiner Kindheit bis zum Ende des Buches miterleben. Auch wenn man es erstmals nicht wirklich merkt, handelt das Buch doch von Geschwisterliebe, Zusammenhalt und wie wichtig Familienbande sind. Wenn man “Geborene Freaks” ganz genau liest, erkennt man diese wichtige Botschaft.

Der Leser hängt zwischen Kopfschütteln und Lachanfällen und es fällt überhaupt nicht schwer weiterzulesen, denn die skurrilen Situationen und exzentrischen und merkwürdigen Charaktere machen einem dies ganz leicht.

FAZIT:

Das Buch ist mit seinen skurillen Schreibstil und den mehr als freakigen Charakteren sicher nicht für jeden Lesergeschmack geeignet. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen und war eine willkommene Abwechslung zu den sonst so logisch aufgebauten Büchern.

5 von 5 Sternen

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom btb Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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